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Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena Von glx, 27.07.09

Die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim ist die neue Heimat des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Mit einer Kapazität von 30.164 Sitzplätzen ist sie ein mittelgroßes Stadion. Seit der Eröffnung am 24.01.2009 ist sie deshalb regelmäßig ausverkauft.
Die Anreise
ÖPNV: Zur Zeit wird Sinsheim an die S-Bahn Rhein-Neckar angeschlossen. Nach der Eröffnung der S-Bahn wird sich die ÖPNV-Situation erheblich verbessern.
Bis 13.12.2009
Bis dahin wird man aber mit erheblichen Kompromissen fertig werden müssen. So verkehren derzeit ausschließlich Fahrzeuge mit Stufen, und in Sinsheim ist kein Mobilitätservice möglich. Daher können E-Rollifahrer diese Züge nicht nutzen. Mit Schieberollis sollte eine Breite von 60cm nicht überschritten werden, da in einigen Zügen eine nicht entfernbare Mittelstange den Einstig erschwert. Mehrzweckabteile gibt es auch nicht in jeden Zug. Zudem muss auf Grund der Bauarbeiten die Strecke öfters gesperrt werden. Bei Fußballspielen wird dann aber oft trotzdem gefahren, allerdings nur mit abgespecktem Fahrplan. Die Sonderzüge aus Richtung Mannheim/Heidelberg enden am Sinsheimer Bahnhof, von dort aus fahren Shuttlebuse zu verschiedenen Haltepunkten in der Nähe der Rhein-Neckar-Arena. Diese sind meist niederfluhrig und verkehren ab Bahnhofsvorplatz. Da die Deutsche Bahn AG aber den ebenerdigen Überweg entfernt hat, ist derzeit am Sinsheimer Bahnhof nur das Gleis 1 ebenerdig zu erreichen. Später sollen Aufzüge folgen. Wenn man die Treppen bewältigen kann empfiehlt es sich den vorderen Zugang zu benutzen, da bei diesen Zugang nur eine kurze Treppe zu überwinden ist. Sonderzüge aus Richtung Heilbronn und Eppingen enden am Haltepunkt Sinsheim Museum/Arena. Von dort aus sind es ca. 15-20min zu Fuß. Dieser Haltepunkt besitzt einen Zugang über eine Rampe..
 derzeitiger Zustand des Sinsheimer Bahnhofes, ebenerdiger Zugang z. Z. nur von Gleis 1.
Aktuelles VRN-Schienennetz
Ab 13.12.2009
Ab 13.12.2009 wird die S-Bahn RheinNeckar Sinsheim erreichen. Dann verkehren behindertenfreundliche Züge der Baureihe 425. Diese besitzen allerdings, entgegen der sonst auf der S-Bahn RheinNeckar eingesetzten Fahrzeuge, keinen Klapptritt sondern eine Stufe die für einen sehr große Spalt sorgt. An der ersten Tür steht aber eine Überfahrbrücke zur Verfügung.
Die RE-Züge Mannheim – Sinsheim – Heilbronn (- Stuttgart) werden aber voraussichtlich ihre alten Fahrzeuge vorerst behalten. Daher empfiehlt es sich mit den SBahnlinien – S5 (Mannheim -) Heidelberg – Neckargemünd – Sinsheim – Eppingen oder – S52 (Heidelberg – Neckargemünd -) Sinsheim – Bad Friedrichshall (- Heilbronn) anzureisen.
Ab den Bahnhöfen Mannheim und Heidelberg besteht Anschluss an ICE und IC, in Heilbronn (Bahnhof Heilbronn bekommt vsl. 2011 Aufzüge) kann man in Richtung Stuttgart und Würzburg umsteigen (Anmeldung erforderlich) und in Eppingen kann man in die AVGStadtbahnlinie S4 umsteigen, mit der man Öhringen, Heilbronn, Karlsruhe (ICE, TGV, IC) (Bahnhofsvorplatz voraussichtlich ab 2011 barrierefrei) und Baden-Baden (man muss eine Stufe überwinden) erreicht.
KFZ:
Das Stadion liegt genau an der A6 von wo aus man mit einer extra Ausfahrt bequem das Stadion erreichen kann. Die Rollstuhlparkplätze sind ausgeschildert.
Weg zu den Rollstuhlplätzen:
Das Stadion liegt auf einen künstlich aufgeschütteten Hügel. Auf diesen führen 3 Rampen, aber bei regulären Spielbetrieb nur 2 zu den Rolliplätzen. Die 3. führt zum Gästefanblock. Die Rampe die man nicht benutzen sollte ist die Rampe welche der Autobahn zugewandt ist. Am besten geht man erst mal auf den Vorplatz und orientiert sich dann nach rechts entlang der Fassade. Dann kommt man von alleine auf die Rampe.
 Das Stadion von vorne. Wenn man rechts die Fassade entlanggeht kommt man zur Rampe zu den Rolliplätzen.
Ausstattung
Im Stadion angekommen, stehen den Rollifahrern und deren Begleitung sehr moderne Rolliplätze zur Verfügung. Leider sind aber die Rolliplätze so weit zurückgesetzt das man bei sitzenden Vordermännern nur ca. 50% des Spielfeldes ohne Sichtbehinderung sehen kann. Bei stehenden Vordermännern sind es 0%. Dafür sorgen freundliche Fanbetreuer dafür, dass man sich innerhalb des Stadions schnell zurechtfindet.

 Keine gute Sicht auf das Spielfeld, da die Rollstuhlplätze leider zurückgesetzt sind, was eine unnötige Sichtbehinderung bedeutet – Schade.
Die Toiletten, die leider über keinen Euro-WC-Schlüssel verfügen und daher äußerst frech von „Fans“ benutzt werden, die dort eigentlich gar nichts zu suchen haben (oder ist Arroganz neuerdings eine Behinderung?), befinden sich in einen relativ sauberen Zustand. Die Verkabelung ist allerdings nach über einen halben Jahr noch immer nicht verputzt und diverse andere „Verkabelungskünste“ sorgen für Belustigung der WC-Benutzer:

Fazit
Das Sinsheimer Stadion ist für Rollstuhlfahrer zu empfehlen. Leider ist das Stadion im Bundesligabetrieb fast immer ausgebucht so das man kaum Plätze bekommt. Die Anreise mit den ÖPNV ist lang und umständlich. Und die Sicht ist für ein nagelneues Stadion mit angehobenen Rollstuhlplätzen vergleichsweise schlecht, obwohl sich derzeit kein anderes Stadion in Baden-Württemberg damit messen kann. Auch das Vorfeld ist oft überlaufen so das man nicht schnell vorankommt. Zudem liegt das Stadion auf einen Hügel, und die Rampen die hinaufführen entsprechen nicht im geringsten den einschlägigen Normen (zu steil). Positiv sind uns vor allem die freundlichen Fanbetreuer ausgefallen, die an mehreren Stellen unaufgefordert Auskunft erteilen.
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Weiterführende Links: Webseite der Rhein-Neckar-Arena
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